Glossar
Herzlich willkommen zurück auf dem Blog von we.digitize! Hier informieren wir Sie regelmäßig über aktuelle Entwicklungen und geben Einblicke in spannende Themen rund um unser Unternehmen und die Branche. In diesem Beitrag beschäftigen wir uns mit den wichtigsten Fachbegriffen im Bereich unserer innovativen Produkte LiveCharger und LiveLocker®.
Sowohl im Bereich der Elektromobilität als auch im Bereich der digitalen Schließfachsysteme tauchen immer wieder bedeutende Fachbegriffe auf, welche man verstehen muss, wenn man sich mit der Thematik vernünftig auseinandersetzen möchte. Dieser Beitrag beleuchtet wichtige Unterscheidungen und erläutert Bedeutungen, welche in diesen Kontexten immer wieder auftauchen.
Beginnen wir zunächst mit dem Bereich der Elektromobilität. Einige Abkürzungen oder Begriffe, die uns im Bereich von LiveCharger immer wieder begegnen, sind zum Beispiel folgende:
Ladeinfrastruktur
- Ladeinfrastruktur beschreibt alle technischen Einrichtungen, die zum Laden von Elektrofahrzeugen benötigt werden, wie beispielsweise Wallboxen oder öffentliche Ladesäulen.
Wallbox
- Eine Wallbox ist eine fest installierte Ladestation für zu Hause, Unternehmen oder öffentliche Ladepunkte.
AC/DC-Laden
- Das AC-Laden (Alternative Current) beschreibt das Wechselstromladen. Diese Ladeart wird häufig zu Hause oder an öffentlichen Ladestationen genutzt. DC-Laden (Direct Current) beschreibt das Gleichstromladen, womit die Elektrofahrzeuge besonders schnell geladen werden können. Die Akkutechnologie ist immer nur DC. Beim AC-Laden wandelt das Auto den AC-Strom durch einen Konverter im Auto in DC um. Beim DC-Laden findet die Konvertierung bereits in der Ladesäule statt, was den Transport von viel mehr Leistung ermöglicht.
BMS (Batteriemanagementsystem)
- Das Batteriemanagementsystem ist ein elektronisches System, das den Akku überwacht und schützt. Es kontrolliert Temperatur, Ladezustand und die Sicherheit im Auto.
Lastmanagement
- Lastmanagement beschreibt eine intelligente Steuerung mehrerer Ladepunkte zur optimalen Nutzung vorhandener Netzkapazitäten. Die verfügbare Leistung wird dabei optimal zwischen den Geräten verteilt und ggf. priorisiert.
Backend-System
- Ein Backend-System ist eine digitale Plattform zur Steuerung aller Prozesse bei dem Betreiben einer Ladestation. Dabei werden Daten analysiert und man hat zu jeder Zeit einen Überblick über den Zustand des Systems.
OCPP (Open Charge Point Protocol)
- OCPP ist ein offener Kommunikationsstandard zwischen Ladestationen und einem zentralen Verwaltungssystem wie einem Backend-System. Durch OCPP wird eine Herstellerunabhängigkeit, eine bessere Skalierbarkeit und die Integration von Ladepunkten in große Ladeparks gewährleistet. Die Standardversion ist OCPP 1.6, es gibt aber bereits die Versionen OCPP 2.0.1 und 2.1.
EMS (Energiemanagementsystem)
- EMS ist eine Software zur intelligenten Steuerung von Energieverbrauch und Stromflüssen. Das System dient dazu, Energieflüsse zu analysieren und zu steuern, um den Energieverbrauch durch eine bessere Effizienz zu senken. Ein Energiemanagementsystem kann als eine Erweiterung des Lastmanagementsystems betrachtet werden, da es neben den einzelnen Verbrauchern weitere Komponenten berücksichtigen kann. Dazu gehören zum Beispiel Photovoltaikanlagen, Batteriespeicher oder das öffentliche Stromnetz. Das EMS kann die verschiedenen Komponenten aufeinander abstimmen und gezielt nutzen.
CSS (Combined Charging System)
- CSS ist ein europaweit genutzter Schnellade-Standard für Elektrofahrzeuge. Es kombiniert AC- und DC-Laden in einem Steckersystem.
Typ 2 für AC Ladestecker
- Der Typ 2 Ladestecker ist der in Europa etablierte Standard für das Laden mit Wechselstrom. Dieser wird vor allem an Wallboxen und öffentlichen AC-Ladepunkten eingesetzt.
Rekuperation
- Die Rekuperation ist ein System, welches der Energierückgewinnung dient. Hierbei wird beim Bremsen Energie zurück in den Akku gespeist. Bewegungsenergie wird dabei in elektrische Energie umgewandelt.
Smart Charging
- Smart Charging beschreibt das “intelligente Laden”. Hierbei wird der Stromverbrauch und die Ladezeiten automatisch optimiert und angepasst. Dafür werden Daten wie der Strompreis und die Netzlast miteinander verglichen, sowie die Verfügbarkeit erneuerbarer Energien.
V2G/H (Vehicle-to-Grid/Home)
- V2G beschreibt eine Technologie, bei der Elektrofahrzeuge Strom zurück in Netz speisen können. V2H dagegen beschreibt, dass ein Elektrofahrzeug als mobiler Stromspeicher für ein Gebäude oder ein Zuhause dient.
Peak Shaving
- Das Peak Shaving ist ein Verfahren zur Reduzierung von Stromspitzen im Energieverbrauch durch intelligente Ladeverteilung. Es wird auch „Lastspitzenkappung“ genannt und ist eine Form des Lastmanagements, wobei der Stromverbrauch in den Spitzenzeiten reduziert wird, um die Netzbelastung zu verringern.
HPC-Laden
- Das HPC-Laden beschreibt ein ultraschnelles Laden mit einer sehr hohen Ladeleistung, welche sich häufig über 150 kW erstreckt.
Bidirektionales Laden
- Das bidirektionale Laden ist eine Technologie, bei der Energie in beide Richtungen fließen kann, das heißt vom Netz zum Fahrzeug und auch wieder zurück.
Ladehub
- Ein Ladehub ist ein zentraler Standort mit mehreren Schnelladepunkten für Elektrofahrzeuge.
Smart Grid
- Smart Grid beschreibt ein intelligentes Stromnetz mit einer digitalen Kommunikation zwischen Energieerzeugern und Verbrauchern. Dafür werden die Erzeugung, die Speicherung und der Stromverbrauch in Echtzeit koordiniert.
Plug & Charge
- Plug & Charge ist ein automatischer Authentifizierungsprozess zwischen Fahrzeugen und Ladesäulen ohne eine App oder Ladekarte. Es ist für neue Ladestationen gesetzlich vorgeschrieben und wird die Zukunft des Ladens prägen (siehe ISO 15118).
LSV (Ladesäulenverordnung)
- Die LSV ist eine gesetzliche Regelung vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie für öffentlich zugängliche Ladeinfrastruktur. Sie dient dazu, die technischen Mindestanforderungen für öffentlich zugängliche Ladepunkte sicherzustellen.
AFIR
- Die AFIR ist eine EU-Verordnung, die europaweit einheitliche Vorgaben für den Ausbau öffentlich zugänglicher Ladeinfrastruktur festlegt. Ziel dabei ist es in der EU eine flächendeckende und nutzerfreundliche Ladeinfrastruktur zu schaffen. Damit soll ermöglicht werden, dass die Elektromobilität auch grenzüberschreitend einfach zu nutzen ist.
C-Rate
- Die C-Rate ist eine Kennzahl für die Lade- und Entladegeschwindigkeit einer Batterie, welche im Verhältnis zu ihrer Kapazität steht. Eine C-Rate von 1C bedeutet beispielsweise, dass eine Batterie innerhalb einer Stunde vollständig geladen oder entladen werden kann. Um die C-Rate zu berechnen teilt man den Lade-/Entladestrom durch die Nennkapazität.
kW/kWh
- kW (Kilowatt) beschreibt die elektrische Leistung, d.h. wie viel Energie pro Zeit übertragen oder genutzt wird.
- kWh (Kilowattstunden) beschreibt eine Energiemenge. Sie gibt beim Elektroauto unter anderem an, wie viel Energie die Batterie speichern kann. Der Stromverbrauch eines Elektroautos wird in kWh pro 100 Kilometer angegeben.
- Die AC Leistung beträgt 4-22 kW und die DC Leistung 50-400 kW. Die Akku Kapazitäten von E-Autos betragen 30-80+ kWh und der Verbrauch von E-Autos beträgt 15-25 kWh/100km.
- Das kann an einem kleinen Rechenbeispiel verdeutlicht werden: Bei einem Akku mit 80 kWh und einem Verbrauch von 20 kWh/100km hat man mit dem E-Auto eine Reichweite von 400 km.
Ladekurve
- Die Ladekurve zeigt, wie sich die Ladeleistung eines Elektroautos während eines Ladevorgangs verändert. Beim DC-Laden lassen verschiedene Hersteller unter bestimmten Bedingungen wie der Temperatur oder dem Akkustand, nur bestimmte Leistungen beim Laden zu. Beim AC-Laden ist die Ladeleistung wiederrum konstant.
Roaming
- Roaming ermöglicht, dass öffentliche Ladepunkte verschiedener Betreiber genutzt werden können, ohne für jeden Ladeanbieter einen eigenen Vertrag abschließen zu müssen. Mit einer Ladekarte oder einer App können Nutzer also viele verschiedene Ladepunkte nutzen. Der Ladevorgang wird über die Systeme abgewickelt und anschließend dem Kunden über seinen jeweiligen Vertragspartner berechnet.
Ad-hoc Laden
- Ad-hoc Laden bedeutet, dass ein Elektroauto spontan und ohne vorherigen Ladevertrag oder Registrierung an einem öffentlich zugänglichen Ladepunkt geladen werden kann.
Ebenso wichtig sind Begriffe und Abkürzungen im Beriech von digitalen Schließfachsystemen. Einige dieser zentralen Begriffe, welche im Bereich von LiveLocker® immer wieder auftreten, sind beispielsweise die folgenden:
Smart Lock
- Smart Lock beschreibt ein intelligentes Türschloss, dass per Smartphone, App oder Code gesteuert werden kann.
Zugangsprotokolle
- Zugangsprotokolle verwalten und überwachen wer Zugang zu bestimmten Bereichen erhält. Das gewährleistet eine Minimierung von Sicherheitsrisiken.
RFID
- RFID bedeutet „Radio Frequency Identification“ und ist eine Technologie zur kontaktlosen Identifikation über Funkchips oder Karten. Es beschreibt eine elektronische Schließanlage, bei welchem die Schlösser mithilfe von Funktechnik geöffnet werden. Dabei werden die Daten drahtlos zwischen Transponder und Türschloss übertragen.
NFC-Technologie
- NFC bedeutet „Near Field Communication“ und ermöglicht kontaktlose Kommunikation zwischen Geräten auf kurzer Distanz, es ist eine Spezialform von RFID. Digitale Schlüsselsysteme nutzen zum Beispiel NFC für eine sichere Authentifizierung.
Verschlüsselung
- Verschlüsselungen sind Sicherheitsverfahren zum Schutz von Daten vor unbefugtem Zugriff. Verschlüsselungen werden im digitalen Alltag überall verwendet, zum Beispiel beim Kommunizieren mit einer Webseite, wenn sie via HTTPS aufgerufen wird oder wenn Daten in der Cloud gespeichert werden, damit kein fremder darauf zugreifen kann.
IoT (Internet of Things)
- Bei dem IoT geht es um die Vernetzung intelligenter Geräte über das Internet. Diese Geräte können miteinander kommunizieren und somit untereinander Daten austauschen. Teilweise ist es möglich, dass Geräte automatisiert Aufgaben ausführen können.
Audit Log
- Das Audit-Log beschreibt die digitale Dokumentation aller Zugriffe und Aktivitäten innerhalb eines Systems.
Access Credential
- Access Credential beschreibt eine digitale Zugangsberechtigung für Nutzer innerhalb eines Systems, zum Beispiel über Nutzername und Passwort, oder neu auch über Passkeys.
OTA-Update
- OTA bedeutet „Over the Air“ und beschreibt eine Softwareaktualisierung über das Internet ohne eine physische Verbindung. Dadurch bieten die Over-the-Air-Updates eine sehr effiziente Lösung.
API-Schnittstelle
- Eine API („application programming interface“) ist eine Programmierungsschnittstelle, welche die Kommunikation zwischen verschiedenen Softwaresystemen ermöglicht. Dadurch wird gewährleistet, dass ein Programm auf Funktionen oder Daten eines anderen Systems zugreifen kann, ohne dessen interne Funktionsweise kennen zu müssen. Hierdurch ist es möglich Endkunden über eine App viele Funktionen anzubieten auch ohne sie selbst entwickeln zu müssen.
White Labeling
- Beim White Labeling entwickelt ein Unternehmen ein Produkt oder bietet eine Dienstleistung an, allerdings ohne ein eigenes Branding. Ist ein anderer Betrieb daran interessiert, kann dieser das Produkt mit seinem eigenen Logo versehen und es anschließend weiterverkaufen. Der ursprüngliche Hersteller wird dabei nicht mehr erwähnt.
Identity Management
- Das identity Management ist eine Verwaltung digitaler Benutzeridentitäten und Zugriffsrechte. Es dient zur Identifizierung, Authentifizierung und Autorisierung berechtigter Personen.
Audit Trail
- Ein audit Trail ist eine lückenlose digitale Kommunikation aller Zugriffe und Änderungen. Es ist ein Prüfpfad, welcher systematisch Transaktionen aufzeichnet. Damit können Herkunft und Verlauf von Transaktionen nachvollzogen werden, beispielsweise bei Dokumentationen oder Buchungen.
Geofencing
- Geofencing beschreibt virtuelle Standortgrenzen zur automatisierten Steuerung von Funktionen. Bestimmte Aktivitäten werden hierbei anhand von Positionsdaten eingegrenzt. Solche Grenzen können beispielsweise GPS oder Mobilfunk sein. Beim Betreten oder Verlassen dieser Bereiche, kann es zu automatischen Aktionen kommen.
Smart Access Control
- Smart Access Control ist eine intelligente digitale Zutrittssteuerung mit automatisierter Benutzerverwaltung. Es ist eine digitale Zugangskontrolle, welche Schlüssel und Schließsysteme ersetzt. Diese Zugangssteuerung bietet eine einfache und sichere Möglichkeit sich Zugang zu Gebäuden oder Systemen zu verschaffen.
Digital Twin
- Ein „Digital Twin“ ist ein virtuelles Echtzeit-Abbild eines physischen Systems oder Geräts. Im Bereich von Schließfachsystemen zeigt es in Echtzeit an, welchen Zustand das System gerade hat, zum Beispiel geöffnet/geschlossen oder wartungsbedürftig.
Fail Secure/Safe
- Fail Secure beschreibt einen Sicherheitsmodus, bei dem Türen bei einem Stromausfall geschlossen bleiben. Fail Safe hingegen ist ein Sicherheitsmodus, bei welchem die Türen bei einem Stromausfall automatisch geöffnet werden.
Cyber Resilience
- Cyber Resilience beschreibt die Widerstandsfähigkeit digitaler Systeme gegen Cyberangriffe.
Click & Collect
- Click & Collect bezeichnet die Möglichkeit, Waren online zu bestellen und diese anschließend selbst an einem ausgewählten Ort abzuholen.
Smart City
- In einer smart City werden digitale Technologien genutzt, um die Infrastruktur innerhalb der Stadt effizient und nutzerfreundlich zu gestalten. Dabei werden viele digitale Technologien in unterschiedlichen Bereichen eingesetzt, zum Beispiel in der Mobilität, der Verwaltung, bei Abholstationen, der Infrastruktur von Straßen durch smarte Straßenbeleuchtung und vieles mehr.
Fazit & Ausblick
Im Bereich der Elektromobilität, sowie bei digitalen Schließfachsystemen, tauchen häufig komplexe Begriffe oder verwirrende Abkürzungen auf. Damit Sie nicht nachschlagen müssen, haben wir für Sie die zentralen Begriffe zusammengefasst. Gerne tauchen wir in einem nächsten Blogbeitrag tiefer in die Thematiken ein und erklären Begriffe zu bestimmten Prozessen, wie beispielsweise der Wartung.
Wenn Sie weitere Fragen zu Begriffen haben oder an unseren Produkten interessiert sind, dann erreichen Sie uns jederzeit unter
info@we-digitize.io. Gerne gehen wir mit Ihnen Möglichkeiten für den Ausbau digitaler und elektrischer Infrastruktur durch und planen gemeinsam eine individuelle Lösung für Sie.
Vielen Dank, dass Sie sich die Zeit genommen haben, unseren Beitrag zu lesen.
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Bleiben Sie gespannt!

